DAS WEIB - EINE BESCHREIBUNG


Wenn wir das Wort Frau verwenden, wissen wir nur, dass es sich um das weibliche Geschlecht handelt. Sie mit einem Engel zu vergleichen, ist immer ein Kompliment. Es beinhaltet Schönheit, Sanftmut, liebliche innere und äußere Werte, eingerahmt von zärtlicher bis naiver Ausstrahlung und Ehrlichkeit – eine Art „Ihro Lieblichkeit“. Eine kleine Portion vermutete Raffinesse kann nicht schaden.
Die Frau oder das Weib zu erkennen wird von unterschiedlichen Faktoren, Bedingungen und Umständen abhängen: Wer sich Frauen gegenüber sperrt oder gar Abneigung empfindet, wird vorhandene Reize nicht erkennen. Eine günstige Voraussetzung für die Wahrnehmung weiblicher Reize ist eine freie Erziehung. Der nicht verklemmte Mann mit ausgeglichener physischer und psychischer Gesundheit, mit sexueller Erfahrung und Fantasie, hat gute Voraussetzungen. Man muss nicht der sportliche Eroberungstyp, ein sogenannter Salonlöwe, sein. Ein gesunder Hormonspiegel, erotische Erlebnisse und Genusssucht sind erwünscht. Intelligenz schadet nicht, ist aber keine Bedingung.
Für die Beurteilung einer Frau durch den Mann ist der Zeitpunkt entscheidend: Geschieht dies vor oder nach dem Orgasmus! Unsere Augen können sich Frauen schön sehen und gewünschte Reize vermuten.
Vor dem Orgasmus sind wir unüberlegter, beschwingter, gut gelaunt und leichter verführbar. Der Kopf ist voller Fantasien und Vorstellungen. Man spürt die Lust und das Verlangen. Wir werden dadurch auch unvorsichtiger und leichtsinniger. Wir neigen dazu, eher Gefahren zu ignorieren oder zu übersehen. Man wirft oft Vorsätze über den Haufen. Mancher ist auch bereit, das Kondom zu vergessen. Es werden auch unüberlegte Versprechungen gemacht. Manche greifen auch zu Lügen, um ja das avisierte Ziel schnell zu erreichen. In dieser Phase, besonders wenn der weibliche Körper mit seiner Intimität lockt, überschätzen wir uns gern. In unseren erregten Visionen garantieren wir drei oder vier Orgasmen. In dieser Phase erliegen wir einer hormonell gesteuerten Selbsttäuschung. Die Realität sieht oft ganz anders aus.
Bereits nach dem ersten Orgasmus überrascht uns die Müdigkeit. Nach einer höflichen Kurzschmuse und „es war wunderschön“ fallen die Augen zu. Mancher bekommt ein Schlafbedürfnis.
Nachstehende Geschichten oder Erlebnisse werden nicht für jeden nachvollziehbar und anregend sein. Das stumpfeste Beispiel könnten original geprägte Nonnen und vergeistlichte Kleriker von der Klientel der Bischöfe und Kardinäle sein. Sie wären mit so viel natürlicher Gottlosigkeit völlig überfordert.
Das Wort „Weib“ sagt mehr über eine Frau, als sie nur mit einem Engel oder sonstigen Herrlichkeiten zu vergleichen.
Es überwiegt die körperliche Ausstrahlung mit der Fähigkeit, beim Manne Begehrlichkeit zu wecken und zu locken. Es sind weniger die inneren und unsichtbaren Werte, als vielmehr die versprechenden, zu erahnenden und sichtbaren Verlockungen. Eine erfahrene und verführerische Frau, eben das Weib, wird ihre körperlichen Vorzüge und Eigenschaften möglichst sichtbar und wahrnehmbar zur Schau tragen. Ein großer Teil der äußeren Erscheinung wird von der Frisur, den Augen und dem Mund geprägt. Oft unterstreichen sie ihre Vorzüge mit einem lockenden und vielversprechenden Gesichtsausdruck. Zum Beispiel mit eindeutig zweideutigen Blicken. Vielleicht deutet sie ihre erotische Zuneigung an, wenn sie mit ihrer Zunge bei leicht geöffnetem Mund ihre geschminkten Lippen streichelt. Körpergröße und Figur können neben der gepflegten Erscheinung und entsprechender Kleidung entscheidend zum Bild des Weibes beitragen. Bei figurbetonter Bekleidung werden Busen, Taille, Hüfte, der verlängerte Rücken mit dem Reiz der Polster und die Beine zum Blickfang. Frauenhintern sprechen und versprechen – und wir Männer verstehen ihre Sprache. Eingerahmt und zur Wirkung gebracht werden diese Präsente durch entsprechend wirkungsvolle und gekonnte Körperbewegungen, vergleichbar mit dem stolzen Gang einer Stute mit erhobenem Kopf. Das Ganze noch eingehüllt in einen verführerischen Duft. – Das ist das Flair der Frau, des Weibes. Wer könnte da schon widerstehen?
Das alles würde seine Wirkung verfehlen, gäbe es zu diesem weiblichen Lustsender nicht den männlichen Empfänger. Die Empfangsbereitschaft für diese Signale oder Frequenzen kann man schulen und sensibilisieren. So kann der Empfänger mehrere hoch differenzierte Richtantennen bilden und ausfahren. Ein erfahrener Mann kann die unterschiedlichen ausgesandten Signale verschiedener Frauentypen differenzieren. Die Kunst des Mannes besteht darin, diese manchmal nicht sichtbaren Signale der Frauen zu erahnen oder zu erkennen, um danach die erfolgversprechende oder auch enttäuschende Fährte aufzunehmen. Von uns Männern werden manchmal auch Signale vermutet und empfangen, wo gar keine in unsere Richtung gesendet wurden. – So sind halt wir Männer, um ja kein Signal zu verpassen oder zu übersehen! Aber auch gute Spürhunde verfehlen manchmal die Fährte. – Nichts ginge aber ohne unsere Hormone.
Sie führen und verführen uns im wahrsten Sinne des Wortes, beeinflussen unseren Verstand,regen unsere Fantasien an und bestimmen unsere körperliche Verfassung, unsere psychische und physische Funktionsbereitschaft.
Der erfahrene Mann wird um den Rang der Reize einer Frau nicht streiten – ob verheiratet oder ledig, ob jung oder nicht jung. Sie alle bestimmen das Jagdfieber des Mannes.
Dank der von Gott geprägten babylonischen Geschmacksvielfalt (gleich der babylonischen Sprachverwirrung) kann man bei fast jeder Frau durch aufmerksame Fährtensuche und deren Deutung das „begehrenswerte Weib“ entdecken.
Der erfahrene Mann wird um den Rang der Reize einer Frau nicht streiten – ob verheiratet oder ledig, ob jung oder nicht jung. Sie alle bestimmen das Jagdfieber des Mannes.
Um nicht in den Verdacht einer Abwertung des weiblichen Geschlechts, des Weibes, zu geraten: Ein Mann kann und will nur dann eine solche Frau begehren, wenn auch sie mit Lust auf Lust begehrt werden will, eben, wenn sie ein solches Weib ist.
Viele Frauen begehren im Alter ihre Männer weniger. Dagegen bleiben Frauen mit entsprechender sexueller Erfahrung oft lange für die Männer begehrlich. Männer äußern oft, die Liebe, gemeint ist der Sex, wird mit zunehmendem Alter schöner, intensiver und verrückter, auch mit der so genannten „erwachsenen“ Frau. Die Ansprüche und Bedürfnisse nehmen durch Enthemmung und Erfahrung eher zu. Ohne eine willkürliche Altersgrenze zu setzen, ist die Genusssüchtigkeit jenseits der Jugend eine andere.
Die Lustinstinkte zwischen Mann und Frau sind eine natürliche Veranlagung. Man kann sie fördern oder auch verkümmern lassen.
Der normale Mann wird in einer normalen Frau das „Weib“ erkennen können. Dass ein Kleriker, dessen Erotik durch den Glauben verstümmelt wurde, in einer vermummten Ordensschwester in fortgeschrittener Jugend „das Weib“ erkennt oder vermutet, ist eher unwahrscheinlich. Bei manchen in Büchern beschriebenen oder in Filmen dargestellten Nonnen würde ich mich sicher nicht scheuen, wenn gewünscht, auch einen noch so langen Rock hochzustreifen.
Wenn man erotische Geschichten schreibt, sowohl erlebte als auch erfundene, sollte man besonders als Mann nicht behaupten oder urteilen: So wird es gemacht oder so ist es richtig. Es ist immer nur eine Meinung, die man aus eigener Erfahrung äußert. Sie muss mit der eines anderen überhaupt nicht übereinstimmen. Denn nichts ist so individuell wie die Liebe, die Zuneigung und der erlebte Sex. Wie oft beobachtet man ein Pärchen auf der anderen Straßenseite oder im Park, von dem man oberflächlich behauptet, die passen ja gar nicht zusammen. Vielleicht, weil der eine Partner zu dick, der andere zu dünn, der Mann zu klein und die Frau zu groß ist. Es fallen schnell Bemerkungen wie: Was die an dem oder der an ihr bloß findet. – Diese beiden werden schon wissen, warum sie sich mögen und begehren.
Natürlich sind wir gespannt, welche Verlockungen wir unter der Kleidung finden. Der oder die oder beide mögen die urig behaarte Muschi und den mit Schamhaar umgebenen Penis.
Accessoires sprechen für sich. Es ist ein Darbieten und Anbieten ohne Worte. Warum trägt eine Frau Reizwäsche? Oder benutzt ein besonderes Parfüm? Viele moderne Frauen haben an den unterschiedlichsten Körperstellen Piercings oder Tätowierungen.
Es gibt Männer und Frauen, die die wilde natürliche Schambehaarung mögen. Andere stehen auf teilweiser oder totaler Rasur. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es nur beiden das Vergnügen erhöht. Für viele Männer ist die teilweise oder ganz rasierte Muschi reizvoller, für manche sogar ästhetischer oder einfach anders. Oft verrät die auffällig gestaltete Intimregion auch die Einstellung des Partners zum Sex. Es gibt Frauen, die sich absichtlich für ihren Partner nicht oder nur selten die Intimregion waschen. – „Mein Mann liebt diesen herben Geruch an mir“, sagte mir eine Patientin im Krankenhaus, als ich sie als Student im Pflegepraktikum waschen wollte.
Nicht jede Frau hat eine sogenannte „Idealfigur“. Für den Mann erscheint wichtig, dass ihm dieser Körper bereitwillig das bietet, was er vermutete und sich wünschte.
Natürlich kann man auch von einer Begegnung mit einem solchen Rasseweib enttäuscht werden. Manche Frauen möchten einfach nur schön und gepflegt sein – für sich. Selbstverständlich soll das auch ihre Umgebung merken und auf sie aufmerksam werden.
Die Natur, den lieben Gott lassen wir mal aus dem Spiel, hat nicht jede Frau mit der Neigung zu exotischem Sex und Dauerorgasmen ausgestattet. Man kann aber auch einfach enttäuscht sein, weil man zu viel erwartet und sich selbst zu viel versprochen hat. Es ist nicht ein Tag wie der andere – für beide – oder für alle Beteiligten!
Denn bei der Liebe hat kaum einer das Bedürfnis, den anderen zu enttäuschen. Das Gegenteil ist der Fall. Jede Frau möchte eine gute Liebhaberin und jeder Mann ein guter Liebhaber sein. Eine Frau, die freiwillig zur Liebe bereit ist, wird kaum enttäuschen.
An dieser Stelle möchte ich aber deutlich und selbstkritisch bemerken, dass wir Männer wohl auch nicht immer die erotischen Erwartungen der Frauen erfüllen.
Liebe und Erotik können so vielfältig und fantasievoll sein. Manche sind süchtig danach. Nicht für alle sind die Liebesspiele mit den unterschiedlichsten, manchmal akrobatischen Stellungen und Techniken erstrebenswert. Nicht alle interessieren sich für die vielfältigen Angebote an erotisierenden Instrumenten und anderem Zubehör. Für viele gehört aber Reizwäsche zum Standard.
Gruppensex privat oder Partnertausch im Swinger-Klub kommt sicher häufiger vor als angenommen. Man spricht wohl aus bestimmten Gründen nicht so sehr darüber.
Es ist bekannt, dass sich als Folge des Partnertausches Partnerschaften entzweit haben. Wer auf diese Weise seinen Partner verloren hat, wird in einer erneuten Beziehung eher nicht mehr dazu neigen. Es scheint ohnehin mehr der Wunsch von Männern als von Frauen zu sein.
Fast alle erwachsenen Frauen möchten zur Liebe ein behagliches Umfeld. Das Natürlichste ist wohl die ungestörte Umgebung mit einer gewissen Geborgenheit und Ruhe. Sie möchte sicher sein, dass sie nicht gestört wird. Es wird wohl kaum eine erfüllte Begegnung, wenn beim Fremdgehen der Ehepartner bald zu erwarten ist. Fast jede Frau hält etwas von einem gewissen Flair, wie passendes Licht, einstimmende Musik, vielleicht ein Gläschen Sekt oder Wein, eine Badewanne, etwas zu naschen – einfach Gemütlichkeit. Selten habe ich erlebt, dass eine Frau auf Pornofilme stand. Statt sie anzuschauen, machen sie es lieber, war oft die Meinung. Bei ungehemmtem Sex können Vibratoren und Gleitmittel willkommen sein. Es gibt Frauen, die zusätzlich zu ihrem Ehemann noch einen Dildo und oder Vibrator benutzen oder benötigen. Die Meinungen könnten geteilt sein, ob dieser Mann zu beneiden oder zu bedauern ist.
Unbestritten ist wohl, dass Männer und Frauen auf sehr unterschiedliche Art und Weise erregbar – anmachbar – sind. Während Männer sehr leicht und schnell mit rustikalen und direkten Methoden zu stimulieren sind, stehen Frauen eher auf sehr sanfte, zärtliche und behutsame Annäherung.
Unsere Balzarien sollten wir mit einer kleinen Aufmerksamkeit, wie einem Blümchen, unterstützen. Und – Geduld als einen zuverlässigen Partner nutzen.
Es bleibt ohnehin ein ewiges Rätsel, Frauen in der Gesamtheit ihrer Eigenschaften zu verstehen. Schließlich hatte es auch ein in Wundern erfahrener Flaschengeist aufgegeben: –
Ein in der Liebe und mit Frauen erfahrener Mann fand am Waldesrand eine scheinbar leere Flasche, die mit einem Korken verschlossen war. Aus Neugier öffnete er die Flasche. – Mit einem lauten Getöse strömte aus ihr ein riesiger Flaschengeist. Er sei Jahrhunderte darin eingesperrt gewesen, klagte er, und freue sich nach dieser Flaschenhaft so sehr über seine Freiheit, dass er seinem Erlöser zwei Wünsche erfüllen möchte. – Nach einer kurzen Pause sagte der Befreier: „Ich wünsche mir eine Autobahn von Deutschland nach Indonesien.“ Der Flaschengeist stutzte und bekam tiefe Falten auf der Stirn. Er grübelte ein wenig über diese lange Strecke und den riesigen Materialaufwand. – Nach einer kleinen Denkpause sagte er zu dem Mann, dass er doch noch einen Wunsch habe. Darauf der Mann: „Mache doch bitte, dass ich die Frauen verstehe“. Resignierend fragte der Flaschengeist: „Wie viel Fahrbahnen soll denn die Autobahn haben?“
Der Himmel mag erklären, warum auch bei optimalen Bedingungen und Bemühungen des Ehemannes kein leidenschaftliches erotisches Erlebnis gelingt. – Klingelt aber der Liebhaber an der Haustür und die Liebste rennt hinunter, genügen wenige Minuten für eine leidenschaftliche Hingabe. Zurück bleiben weiche Knie. – Und ein beneidenswerter Liebhaber!

Johann Wolfgang von Goethe drückt Ähnliches künstlerisch aus:Mädchenbusen

„Die Haustürklingel an der Wand,
… der Mädchenbusen in der Hand
sind beide Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beides leis’ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.“

Natürlich sollte man auch uns Männer kritisch oder wenigstens realistisch beurteilen. Frauen wissen am besten, was sie an uns besonders mögen, oder auch nicht. Ich erlaube mir, aus Sicht des Mannes nur zu sagen: Wir, die Männer, sind nicht immer die größten, besten, schönsten, unwiderstehlichsten, unfehlbarsten, potentesten, erfahrensten, routiniertesten und ästhetischsten Liebhaber der Welt. Vor allem dann nicht, wenn wir glauben, dass jeder Griff sitzt und die Frauen verrückt nach uns sein müssen.
Dazu noch eine letzte kleine Anmerkung: Ich habe mal gehört, dass eine Frau nur liebevoll angekuschelt in den Armen ihres Liebhabers lag und danach sagte: „Es war heute wunderschön mit dir.“
Übrigens, wenn Männer unter sich sind und sich über Sex und Manneskraft unterhalten, kann man Vokabeln wie „impotent“ oder „versagen“ aus dem Wortschatz streichen. Jeder von uns Männern hält sich für unübertroffen.
Wie nachhaltig manche Erlebnisse für Frauen sein können, ist mir im Text eines bekannten Autors begegnet: „Ein Metzger aus Bayern kommt in den Himmel. Petrus stoppt ihn an der Pforte und durchsucht seine Tasche. Er entdeckt darin eine große Weißwurst und fragt erstaunt, was dieses Ding sein soll. „Das ist meine Nahrung, ich kann ohne nicht leben“, antwortet der Bayer. Petrus verweigert ihm so lang den Eintritt, bis er in Erfahrung gebracht habe, was das sei. Der Himmelspförtner fragt Jesus, ob er dieses längliche Zeug identifizieren könne. „Nein, Petrus, frag doch meine Mutter, sie war häufiger auf dem Markt als ich und kennt sich mit Nahrungsmitteln besser aus“. Petrus fragt Maria, ob sie dieses Ding kenne. Die Mutter Gottes nimmt die Wurst in die Hand und tastet sie vorsichtig ab. „Gesehen habe ich so etwas noch nie, aber irgendwie fühlt es sich an wie der Heilige Geist“, sagte Maria.“

DER ERSTE DREIER  

DER ERSTE DREIER  Jürgen und ich, wir kannten uns schon länger. Er war Ingenieur und nicht verheiratet, lebte aber in einer festen Partnerschaft. Er brauchte die Erotik wie die Luft zum Atmen und war stän¬dig auf der Suche nach Frauen. Er war sexsüchtig. Seine einzi¬ge Schwäche, er war Kettenraucher. Was ihn auszeichnete, waren seine sexuellen Fantasien. Jede Frau, die er beschrieb, war reizvoll, begehrenswert, schön und geil. Wir waren gute Freunde und halfen uns auch privat gegenseitig. Von Treue hielten wir beide nicht so viel. Sein erotischer Wortschatz war über die Maßen deutlich und unerschöpflich. Eines Tages sprach er mich im Sekretariat an. Er habe eine junge Frau, die gern Sex mit zwei Männern machen würde. - Die Wahrheit war, dass er es wollte.
Das Thema war für mich ganz neu, machte mich aber neugie­rig. Er hatte der Frau schon von mir erzählt. Im Grunde war sie damit einverstanden. Sie wolle mich aber erst einmal sehen und kennen lernen. Danach würde sie sich entscheiden. Gesagt, ge­tan. Eines Tages kam er mit ihr zu mir. Sie war groß, schlank, auffällig geschminkt und modisch gekleidet. Wir saßen zu­sammen und schauten uns alle drei musternd an. Einen beson­ders prüfenden Blick hatte diese Kirsten, so nenne ich sie, für mich. Meine Augen waren auch mehr bei ihr als bei meinem Freund. Ich stellte sie mir schon beim Sex vor. Wir hatten so­fort eine leicht erotisierende Stimmung in Erwartung eines ge­meinsamen intimen Erlebnisses.

Ansonsten unterhielten wir uns, wie es sich für anständige Menschen gehört, über Essen und Trinken, über Gott und die Welt, nicht aber über Sex. Sympathie und Aufgeschlossenheit bejahten aber eher unser künftiges Vorhaben.
Jürgen besuchte mich am nächsten Tag: ,,Du gefällst ihr, sie macht mit." Wir trafen uns zu einem vereinbarten Termin in seiner Zweitwohnung. Ich klingelte. Jürgen machte mir auf Er hatte schon einen ganz roten Kopf Kirsten, die besagte Dame, war auch schon da. Sie stand zur Begrüßung vom Sofa auf Wir haben uns ganz normal begrüßt. Ein Händedruck mit einem Sympathieküsschen auf die linke Wange und einer freund¬schaftlichen Umarmung. Kirsten saß auf einem Zweisitzersofa und Jürgen ihr gegenüber. Dazwischen stand ein kleiner Tisch. Nach dem Ablegen meiner Jacke setzte ich mich rechts neben sie. Für alle drei war es eine Premiere. Keiner hatte Erfahrung. Jürgen hatte auf dem Tisch mehrere aufgeschlagene Pornohefte hingelegt. Er blätterte verlegen darin. Die Stimmung war knis¬ternd. Ich hatte beim Sitzen mit meinem linken Oberschenkel Körperkontakt mit Kirsten. Unserer Unterhaltung fehlte das erotische Vokabular. Keiner traute sich, über Sex oder gar über unser Vorhaben zu sprechen. Keiner hatte Mut. - Aber wir wollten doch! Unser Getränk, Fruchtsaft, kam uns schließlich zur Hilfe. Kirsten musste ins Bad. Jürgen und ich hatten keinen Plan, aber Lust in der Hose. Wir sahen uns mehr oder weniger hilflos an. Wie wird es weitergehen? Wer fängt an?

 

 


DIE ERSTE BERÜHRUNG


Es war zu Beginn der Oberschule, also im 9. Schuljahr. Helga, ein wunderschönes Mädchen aus gutem Hause, belegte die sogenannte Sprachklasse. Ich hatte mich für die naturwissenschaftliche Klasse entschieden. Da wir von außerhalb in die gut vier Kilometer entfernte Schule fuhren, waren wir gegenüber den Einheimischen die sogenannten Fahrschüler. Im Sommer sammelten wir uns an einem ganz bestimmten Treff und fuhren als Fahrradkolonne über eine Landstraße täglich zur Schule. Helga und ich fuhren fast immer nebeneinander.
Im Winter benutzten wir Fahrschüler die Straßenbahn. Wir mussten sogar einmal umsteigen. Wenn es so bitter kalt war, froren uns die Füllfederhalter ein. Kugelschreiber gab es damals noch nicht. Manchmal konnten wir deshalb in der ersten Unterrichtsstunde nicht schreiben. Diese Fahrzeiten waren für uns mehr oder weniger Spaß. Wir hatten Zeit, uns zu unterhalten und Dummheiten zu machen. In der Straßenbahn standen oder saßen wir nebeneinander. Helga und ich nutzten die Gelegenheit, uns durch Unterhaltung näherzukommen. – In der Schule galten wir offiziell als ein Paar, wir gehörten zusammen. Das akzeptierten unsere Mitschüler und auch die Lehrer. Wir verbrachten die Schulpausen und auch sonstige Freizeit miteinander.
Ich wurde von ihren Eltern ganz offiziell als der feste Freund ihrer Tochter akzeptiert. Ich besuchte sie fast täglich zu Hause. Wir machten gemeinsam Schulaufgaben. Manchmal, wenn ich länger blieb, durfte ich mit Abendbrot essen. Ihr Vater, eine durchaus prominente Persönlichkeit ohne finanzielle Sorgen, akzeptierte mich als einen Jungen aus ärmlichen Verhältnissen. Ich war sportlich und spielte Fußball. Er zeigte sich interessiert, erschien bei Heimspielen auf dem Sportplatz und fuhr manchmal auch mit seinem Auto zu Auswärtsspielen mit.
Bei einem meiner Besuche bei ihr zu Hause, ich war 16 Jahre alt, lud er mich ins Nebenzimmer ein und begann ein ernsthaftes Gespräch mit mir. Die Einleitung seiner Worte weiß ich noch ganz genau: „Wenn sie der Gefährte meiner Tochter werden sollten“, so erklärte er mir, „würde ich sie natürlich beruflich lenken“. Er machte mir das Medizinstudium und den Arztberuf schmackhaft. Es sei doch ein ehrbarer und angesehener Beruf, der auch eine finanzielle Sicherheit biete. Für mich als Kind aus ärmlichem Hause waren akademische Gedanken fremd. Das gesamte Gespräch überraschte und beeindruckte mich sehr. Und tatsächlich studierte ich später Medizin.
Wenn ich mich abends von ihren Eltern verabschiedete, brachte mich Helga nach unten. Sie wohnten im ersten Stock. Wir standen im Hausflur in der dunklen Ecke neben der Kellertür, sehr eng aneinandergeschmiegt und umschlungen. Diese Verabschiedungen dauerten wohl sehr lange. Es war für uns die Zeit des Schmusens. Wir liebten uns doch und suchten unsere körperliche Nähe. Wir haben uns intensiv geküsst und dabei unsere Körper erkundet, streichelten und betasteten uns.
Am Anfang durch die Kleidung. Sicher war ich der Aktivere von uns beiden. So wie sich Helga hingab und verhielt, das machte mich mutig. Sie wehrte sich nicht. Der Instinkt und die Hormone ermunterten mich zur weiteren Erkundung der noch unberührten Region. – Sie ließ mich dieses Liebesspiel auf ihrer Haut mit Streicheln und Betasten der Pobacken, der Brüste und des Bauches gewähren. Mein Verlangen nahm zu. Ihr Gesicht glühte. Ich öffnete ihren Rockbund und meine Hand wagte sich in Richtung Schambehaarung. Meine Hand glitt in ihren Schlüpfer. Tangas waren damals noch nicht Mode. Ihr Schamhaar fasste sich borstig an.
Ich öffnete ihren Rockbund und meine Hand wagte sich in Richtung Schambehaarung
Sie ließ meinen Händen und Fingern freien Lauf. Sie waren bald dort, wo sie sicherlich erwartet wurden. Es war feucht und schleimig. Nicht umsonst sagt man deshalb zur Muschi im Volksmund auch Schnecke. Es war meine erste Berührung einer Muschi. Ich kannte nur die Richtung, keine Anatomie. Und wusste nicht um besonders empfindliche Stellen. Es war für uns reizvoll, eine leise stöhnende Leidenschaft. Wir genossen es.
Helga war etwas schüchterner, fasste aber an meine Hose. Ich knöpfte sie auf und holte meinen Penis heraus. Sie nahm ihn in ihre Hand. Gezielte und bewusste Streicheleinheiten kannte sie nicht. Woher auch? Wir waren weder aufgeklärt noch hatten wir Erfahrung. Die Verhütung mit der Pille war noch außer Sichtweite. Unser Sex bestand im Küssen, Anfassen und miteinander lustvoll zu spielen. Wir waren keine Profis, hatten keine Erfahrung und kannten keine speziellen Techniken. Wir waren beide erregt. Und, obwohl wir solche Liebkosungen später oft wiederholt haben, an Verkehr haben wir wohl beide nicht gedacht. Es waren für uns abenteuerliche und leidenschaftliche Liebkosungen. Wir haben es genossen und waren mit uns glücklich und zufrieden. Es war unsere Romantik, die wir wohl beide nicht missen wollten. – Wir haben uns oft und lange im Hausflur verabschiedet.
Ihre Eltern hatten gute Beziehungen zu den Leipziger Theatern und Schauspielern. Sie pflegten die Theaterkultur und ich war oft zu gemeinsamen Theaterbesuchen eingeladen.
Das Erotische daran war, dass wir mit dem Auto fuhren, einem kleinen Fiat Topolino. Wer ihn noch kennt, weiß, wie eng man sitzen musste. Wir saßen auf den Rücksitzen. Uns war diese Nähe nur recht. Besonders während der Heimfahrt nach dem Theaterbesuch. Im Schutz der Dunkelheit lehnten wir uns aneinander. Meine linke Hand wanderte unter ihren Rock und auf dem Oberschenkel zwischen ihre Beine. Zum Glück gab es damals noch keine Strumpfhosen. So konnte ich im Schutz der Dunkelheit meine Finger wandern lassen. Sie erreichten bei bereitwillig leicht gespreizten Beinen die behaarte Region. Meine Finger wurden erwartet. Natürlich bemühten wir uns, unsere Berührungen geheim zu halten. Auf alle Fälle wurden wir nicht gestört. Sicher vermuteten ihre Eltern unsere Zärtlichkeiten.
Durch unser offenes Verhalten, auch in der Schule, galten wir als ein legitimes Paar. Mein Klassenlehrer schloss daraus, dass ich somit gegen andere Mädchen immun sei. Deshalb sprach er mich eines Tages in der Pause auf dem Korridor auch an. Er erzählte von der flirtbekannten Gabriele, einer Mitschülerin aus der Parallelklasse. Sie sei doch dafür bekannt, den Jungs den Kopf zu verdrehen und den Unterricht zu stören. Er betonte nochmals die feste Beziehung zwischen Helga und mir. Da er mich in festen Händen wisse, könnte ja nichts passieren, wenn er die Gabi neben mich setzen würde. – Leider hatte er sich getäuscht.Ab der nächsten Unterrichtsstunde setzte er sie neben mich. Es war von ihr bekannt, dass sie durch ihre geschwätzige Flirterei den Unterricht störte. Es gehörte zu ihr. Sie war überdurchschnittlich intelligent und begabt. Das Lernen fiel ihr leicht. Meine neue Banknachbarin war keine ins Auge fallende Schönheit. Sie machte durch ihr auffälliges Benehmen auf sich aufmerksam und stand gern im Mittelpunkt. In ihrer biologischen Entwicklung war sie wohl etwas frühreif mit einer fraulichen Figur und einem gekonnten Augenklimpern. Sie hatte damals schon gute Voraussetzungen, später ein verführerisches Weib zu werden.
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