Leseproben aus dem Buch „Es gotts(z)t mich an”

Leseprobe aus dem Kapitel Glaube

Seltsam, wie unterschiedlich der Glaube wirkt. Die nachfolgenden Beispiele könnten Sigmund Freud Recht geben, dass Religion einer „Zwangsneurose“ mit Neigung zu „halluzinatorischer Psychose“ ähnelt. Vielleicht ist es nur eine kircheneigene „Normalität“ mit verändertem Beurteilungsvermögen: 

Manche Christen tolerieren die Juden, andere hassen sie als Gottesmörder. Luther, der Reformator, war ein Judenhasser. Seine Empfehlung gegen die Juden lautet: „Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Zum andern, dass man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre“. Wieviel ist sein Glaube wert, wenn er erkennt: „Die Vernunft ist das größte Hindernis in Bezug auf den Glauben, weil alles Göttliche ihr ungereimt zu sein scheint, dass er nicht sage, dummes Zeug“, und „Wer ein Christ sein will, der steche seiner Vernunft die Augen aus“.

Auch die Engel sind wie die Seelen, lediglich eine haltlose Behauptung und gehören zu den nicht nachweisbaren Utensilien der jenseitigen Religion.

Frauen mit Engeln zu vergleichen, ist immer ein Kompliment. Das betrifft die äußere Schönheit und die inneren Werte. Sie sind uns von Religionsbildern bekannt. Sie werden in der christlichen Religion erst seit dem 9. Jahrhundert verehrt. Das Wort Engel leitet sich von dem griechischen Wort „ angelos“, der Bote, ab. Sie sind die Mittler zwischen Gott und den Menschen. Sie werden oft kindlich mit glatter Haut, rundem, freundlichem Gesicht und mit Flügeln dargestellt. Die Geschlechtsorgane sind immer mit einem Tuch verhüllt. Deshalb sind Engel geschlechtslos. Es heißt aber d e r  Engel. Sie werden auch Schutzengel genannt.  Sie schwärmen zu Hunderten, zu Tausenden oder zu Millionen im Himmel. Wie viele Schutzengel auf einen Menschen kommen, ist nicht bekannt. Es gibt auch Spezialisten unter ihnen. Für einige entstanden sogar Namen wie Gabriel, Michael und Raphael, in Fachkreisen auch Erzengel genannt.

Niemand, von Irren und Kranken abgesehen, hat je einen Engel gesehen. Wenn wir sie brauchen, sind sie nicht da. Priester sprechen von Engeln, als seien sie stets gegenwärtig und das Selbstverständlichste dieser Welt. Immer, wenn ich meinen Schutzengel brauchte, war er auf Abwegen. Wenn Versprochenes nicht eingehalten wird, sollten wir misstrauisch nachfragen.

Aus dem Kapitel Jesus

Es war offenbar zwischen Vater und Sohn nicht so ausgemacht. Er hatte ihm verheimlicht, dass er, Jesus, zu leiden hat, um uns von Sünden, Krankheiten und Leid zu erlösen! Keiner hat Jesus aufgefordert, er soll für uns leiden und sterben! Wie kommt man überhaupt auf die Idee,  wenn einer für uns leidet und stirbt, dass er uns befreit und erlöst? Wusste Jesus zu Lebzeiten überhaupt, dass er für uns leiden und sterben will, soll oder muss? Und wofür überhaupt?

V o r  d e r  E r l ö s u n g litten die Menschen an:

Hunger, Durst, Elend, Armut  Krankheiten, Unfällen, Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Tsunami, Wirbelstürmen, Vulkanausbrüche, Morden,  Kriegen und vieles mehr.

N a c h  d e r  E r l ö s u n g  leiden die Menschen an:

Hunger, Durst, Elend, Armut, Krankheiten, Unfällen, Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Tsunami, Wirbelstürmen, Vulkanausbrüchen, Morden,  Kriegen und vieles mehr.

Dazu kommen 500 Jahre Inquisition, die Pest, grausamere Kriege mit Atombomben, gefährlichere Krankheiten wie AIDS, Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen.

Die Summe der Leiden hat sich vergrößert! Folglich war alles umsonst! -  Amen!

Auch sollten wir die Qualen Jesu nicht überbewerten. Ich halte die Einzelschicksale von 5 Mill. Inqisitionstoten, 55 Mill. Toten des 2. Weltkrieges, 6 Mill. Ermordeten des Holocaust und die der gegenwärtigen Naturkatastrophen  dagegen –  was sagt der Christ dazu? -  Haben die andern beiden Mitgekreuzigten weniger gelitten als Jesus?

Aus dem Kapitel Zusammenfassung

Man kann Gott nicht beschimpfen, man kann Gott nicht belobigen, man kann Gott nicht lästern - es gibt keinen.

Als Atheisten sind wir bisher leider nicht organisiert. Wir werden mit über 30% der Bevölkerung nicht oder nach den Christen, Islamisten und Juden genannt, wenn überhaupt. Uns Atheisten fehlt ein Apostel Paulus.

Atheisten und Christen können gleichermaßen ethisch und moralisch wertvolle Menschen sein. Unter Berücksichtigung nicht nur der jüngeren Vergangenheit ist aber die Frage berechtigt: ist ein fanatischer, intoleranter Christ ein guter Mensch? Ist ein Vater, der seinen Sohn verstößt, weil dieser keine Kirchensteuer mehr zahlt und aus der Kirche austritt, noch ein guter Christ?

Wenn aber Atheisten und Christen gleichermaßen glücklich sind, wäre es Beweis genug, dass Gott, wenn es einen gäbe, beide gleichermaßen liebt.

Wer aber über Wissen, Erfahrung und Verstand verfügt und sich dem frühkindlichen religiösen Einfluss entziehen konnte, vermisst weder die Bibel noch den christlichen Glauben!

Ich halte den christlichen Glauben für einen bedauerlichen Irrtum. Die Evolution wird ihn entsorgen.

Glauben sie einem erfahrenen Atheisten! … Und fragen sie täglich: wo ist Gott?- und- wo war Gott?

Das Buch ist erhältlich bei